Am Vormittag stand eine geführte Stadtbesichtigung in Poznań auf dem Programm, gefolgt von einer entspannten Mittagspause in der Altstadt.
Poznań mit seinen ca. 530.000 Einwohnern ist eine der ältesten und bedeutendsten Städte Polens, gelegen im Westen des Landes an der Warthe. Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins 10. Jahrhundert reicht und eng mit der Entstehung des polnischen Staates verbunden ist. Poznań war einst eine der Hauptstädte des frühmittelalterlichen Polen und spielte eine zentrale Rolle in der Christianisierung des Landes.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Stadt mehrfach ihre Zugehörigkeit: Von der polnischen Herrschaft gelangte Poznań im 18. Jahrhundert durch die Teilungen Polens unter preußische Kontrolle und wurde später Teil des Deutschen Kaiserreichs. Während dieser Zeit entwickelte sich Poznań zu einem wichtigen Verwaltungs- und Handelszentrum. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte die Stadt 1918 wieder zu Polen zurück, wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg von Deutschland besetzt und schwer beschädigt.
Heute ist Poznań ein lebendiges wirtschaftliches, kulturelles und akademisches Zentrum, vergleichbar mit Hannover. Besonders bekannt ist die Stadt für ihren historischen Marktplatz mit farbenfrohen Renaissance-Gebäuden und das imposante Alte Rathaus. Zudem ist Poznań als Messestadt von großer Bedeutung, hat einen internationalen Flughafen und beherbergt eine vielfältige Kulturszene, die Tradition und Moderne verbindet.
Anschließend ging es weiter nach Toruń, wo die Gruppe im charmanten B&B Hotel eincheckte und den Abend bei einem gemeinsamen Essen im Restaurant Toruński Sznyt (übersetzt sinngemäß „Toruner Stil“) ausklingen ließ.
Toruń mit seinen ca. 200.000 Einwohnern ist eine historische Stadt im Norden Polens, gelegen an der Weichsel, und zählt zu den bedeutendsten Kultur- und Wissenschaftszentren der Region. Die Stadt wurde im 13. Jahrhundert vom Deutschen Ritterorden gegründet und ist heute vor allem für ihre gut erhaltene mittelalterliche Altstadt bekannt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Toruń war einst eine wichtige Hansestadt und spielte eine zentrale Rolle im Handel zwischen Ost und West.
Die Stadt hat eine reiche Geschichte, die von polnischer, deutscher und hanseatischer Kultur geprägt ist. Während der Teilungen Polens gehörte Toruń zeitweise zu Preußen und später zum Deutschen Reich, bevor sie nach dem Ersten Weltkrieg wieder Teil Polens wurde. Im Zweiten Weltkrieg war Toruń erneut von Deutschland besetzt.
Heute ist Toruń ein lebendiges Zentrum für Bildung und Forschung, unter anderem durch die Nicolaus-Copernicus-Universität, benannt nach dem berühmten Astronomen, der in der Stadt geboren wurde. Neben seiner historischen Architektur und kulturellen Bedeutung ist Toruń auch für seine Lebkuchen-Tradition bekannt, die weit über die Stadtgrenzen hinaus geschätzt wird.
Das folgende Video unterhalb der Fotogalerie zeigt den Zweikampf der Ziegenböcke am Turm des Rathauses in Poznań.